Hallo Freunde,

Ich bin es wieder, und ich habe ein neues Reise-Update für euch.

Am Ende meines letzten Eintrages über Südafrika habe ich erwähnt, dass ich nach J-Bay gehen werde. Und, hier bin ich. Es ist wunderbar.

Aber eins nach dem anderen.

Letzten Freitag bin ich mit dem Bus von Kapstadt nach Jeffrey’s Bay gefahren. Es war ein local Bus, der nur 20$ gekostet hat, aber es hat ewig gedauert, bis wir J-Bay erreicht haben. Normalerweise ist man nach einer achtstündigen Fahrt in J-Bay. Wir haben 13 Stunden gebraucht. Glücklicherweise bin ich mit einer Österreicherin, die ich im Hostel in Kapstadt kennengelernt habe, zusammengefahren, sonst wäre ich vor Langeweile gestorben. Aber zusammen haben wir die Fahrt genossen und die atemberaubende Landschaft angeschaut. Es gibt hier viele Berge und Klippen. Obwohl es nach einer Weile anfängt, langweilig zu sein, da alles doch irgendwie gleich aussieht.

Das eigentliche Abenteuer begann jedoch, als ich in J-Bay aus dem Bus stieg. Es war schon 18 Uhr und es wurde langsam dunkel. Der Bus hat mich irgendwo mitten im Nirgendwo abgesetzt, etwa 3 km außerhalb von Jeffery’s Bay.

Völlig erschöpft habe ich eine Frau am Schalter einer Tankstelle gefragt, ob sie mir ein Taxi rufen könnte. Das hat sie auch gemacht, aber nachdem ich bestimmt 15 Minuten gewartet habe und es immer noch nicht da war, war ich langsam am Verzweifeln.

Glücklicherweise kam eine Südafrikanerin, um zu tanken und nahm mich mit zum Hostel. Sie hat mich wirklich gerettet. Sie hat mir auch angeboten, sie anzurufen, wenn ich in Schwierigkeiten bin, was wirklich nett war.

Im Hostel angekommen, habe ich gleich einen weiteren super netten Südafrikaner kennengelernt. Wir haben ein Gespräch angefangen und da wir so viel gemeinsam hatten, verging die Zweit wie im Flug. Als ich das nächste Mal auf die Uhr geschaut hatte war schon eine Stunde rum. Es ist schon lustig, wie die Zeit vergeht, wenn man sie mit tollen Leuten verbringt, oder?

Am nächsten Tag bin ich endlich surfen gegangen! Leute, es war unglaublich!

Der Spot wo ich reingegangen bin heißt Kitchen Window. Es ist ein right hander direkt vor meinem Hostel. Im Wasser habe ich zwei Jungs getroffen, die im Hostel arbeiten und sie haben mir viel über den Spot erzählt und mich ein wenig gecoacht.

Und obwohl ich nichts Wirkliches zustande gebracht habe und mein Surfen wirklich außer Form ist, hatte ich so viel Spaß.

Den Rest des Tages bin ich dann durch die Stadt gelaufen, habe ein paar Fotos gemacht, mich mit Einheimischen und Deutschen unterhalten und die Sonne genossen.

Ich muss zugeben, dass ich es wirklich genieße, Zeit mit den Einheimischen zu verbringen. Alle sind so freundlich und da sie im Grunde genommen die Einzigen sind, die in diesem Hostel surfen, macht es Spaß, zusammen ins Wasser zu gehen. Ich bekomme einige Tipps und spüre schon, wie ich mich verbessere.

Ein kleiner Nachteil gib es allerdings an diesem Ort. Der Supermarkt ist super weit weg. Zum Glück hat mein südafrikanischer Mitbewohner ein Auto und mich zum Supermarkt genommen, sonst wäre ich verhungert und ganz sicher verdurstet.

Es ist nicht so einfach, ohne Auto hierher zu reisen. Oder besser gesagt, es ist einfach, aber nicht so bequem. Es gibt Hop-on-Hop-Off-Busse, die einen überall hinbringen, aber um zu anderen Surfspots oder Supermärkten zu gelangen, braucht man ein Auto.

Im Moment werde ich mir allerdings kein Auto mieten, da ich vorhabe, hier eine Weile zu bleiben und man immer jemanden triffst, der ein Auto hat.

Abgesehen vom Strand und einigen Outlets ist in dieser Stadt nicht viel los. Es ist sehr ruhig, aber ich liebe es.

Ich surfe jeden Tag, manchmal sogar zweimal. Und den Rest der Zeit verbringe ich mit den Locals. Ich genieße auch nichts zu tun, und mache jeden Tag einen Spaziergang durch die Stadt oder am Strand entlang.

Ihr seht, hier ist im Moment nicht viel Aufregendes los. Ich genieße einfach nur meine Zeit, treffe mich mit neuen Freunden und surfe jeden Tag. Aber ich schätze, es gibt schlimmere Dinge.

Obwohl eine aufregende Sache ist neulich passiert. Ich bin mit Delfinen gesurft. Ich liebe diese Tiere. Es war so toll, sie aus der Nähe zu sehen und die Wellen mit ihnen zu teilen. Ich kann dieses Gefühl nicht einmal beschreiben. Aber, traurig, dass ich meine Kamera nicht dabeihatte.

Über die Wellen und den Spot kann ich folgendes sagen. Die Wellen waren on und off. Am Wochenende war es etwas größer, etwa anderthalb Meter, was sehr schön war. Auch gibt es meist Offshore, was sehr vorteilhaft ist. In den letzten Tagen wurden die Wellen kleiner und sind schwerer zu bekommen. Im Allgemeinen muss man viel paddeln und ich bin wirklich beeindruckt, wie schnell die Locals hier paddeln können. Ich muss wirklich üben!

Der Spot Kitchen Window ist eine schöner right hander, direkt vor dem Hostel. Eine Linke gibt es dort auch, aber man muss gegen die Strömung paddeln, um sich in Position zu halten.

Beide Wellen sind sehr smooth und brechen nicht krass, was ganz angenehm ist, um wieder ins Surfen reinzukommen. Wenn es einmal größer wird, kann es allerdings auch hier einige Barrles geben.

Gestern sind wir weiter hinunter zu einem Beachbreak namens Dolphin Beach gegangen und surften ein paar schnelle Shorebreak-Wellen. Naja, ich habe es zumindest versucht. Aber ich bleibe positiv, bis ich hier weggehe, habe ich alles im Griff.

Auch einer der Jungs, mit denen ich hier surfen gehe, meinte, er will, dass ich bis zu meiner Abreise ein Barrel bekommen habe. Also werden wir sehen….

Für diejenigen, die sich fragen, ob irgendwelche Mädchen hier surfen. Nein, ich bin im Grunde genommen der Einzige. Aber das ist in Ordnung, bin ich inzwischen daran gewöhnt.

Wie dem auch sein, ich wollte euch nur ein kurzes Update geben, was ich gerademache, aber wie ihr sehen könnt, habe ich schon eine Art Routine entwickelt, und es ist hier nicht viel zu tun, außer zu surfen, was ich persönlich ziemlich cool finde.

Mein Plan für die nächste Zeit ist es, für eine Weile hier in J-Bay zu bleiben, aber ich werde euch weiterhin Updates geben. Hoffentlich schaffe ich es bald ein paar Surf-Shots zu machen, damit ich euch ein paar davon zeigen kann.

Bleibt gespannt und ich kann es kaum erwarten, bald wieder mit euch zu quatschen.

In welchem Land denkst du sind die Locals am coolsten?

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