Happy Friday Friends,

Ich bin zurück, mit einem weiteren Update. Ich hoffe, du freust dich.

Mittlerweile ist meine dritte Woche hier in J-Bay vorbei. Ich kann nicht glauben, dass ich schon so lange hier bin. Auf der einen Seite kommt es mir vor, als wäre ich schon länger hier, vielleicht zwei oder drei Monate, aber auf der anderen Seite ist die Zeit so schnell vergangen, dass ich nicht glauben kann, dass ich schon seit vier Wochen hier in Südafrika bin.

Die dritte Woche hier war die unspektakulärste von allen. Ich hatte viel im Kopf und habe es daher sehr genossen, nicht darüber nachdenken zu müssen, wohin ich gehen und was ich als nächstes tun soll. Ich bin im Grunde jeden Tag gesurft, wenn die Wellen gut waren, habe ein wenig gearbeitet und den Rest der Zeit gechillt. Es war wirklich sehr erholsam.

Waves Jeffrey's Bay

Diese Woche habe ich viel Zeit mit Malen und Basteln verbracht, weil einer der Surflehrer ein Bild gesehen hat, das ich für einen Freund gemalt habe und mich dann gefragt hat, ob ich seinen Surfshack verschönern kann. Ich habe Muscheln darauf mit altem Surfwachs daran geklebt und mir permanente Marker gekauft, um ein paar coole Dinge zu malen.

Es hat wirklich Spaß gemacht, ich vermisse es sehr, kreativ zu sein. Ich sollte auf jeden Fall wieder öfter zeichnen.

IMG 2728 - Reisetagebuch Südafrika - Teil 4 Jeffrey's Bay

Außerdem habe ich viel Zeit allein mit Nachdenken verbracht. Manchmal bringen mich Reisen und all die Erfahrungen, die damit verbunden sind, ein bisschen vom Weg ab. Ich weiß nicht mehr, was ich will oder wo ich sein will. Es ist schwer, in einer Zeit, die einen so verändert, seine Ziele und was einen ausmacht nicht aus den Augen zu verlieren. Ich habe für eine Weile den Überblick verloren, aber die Zeit allein hat mir wirklich geholfen, mich wiederzufinden und mich an die Veränderung zu gewöhnen, die ich ständig durchmache.

Man braucht diese Zeit, um wieder auf Kurs zu kommen und seine Träumen zu folgen und für das zu arbeiten, was man möchte.

Reisen ist nicht immer einfach, es ist manchmal ganzschön anstrengend und verlangt viel von einem. Man muss akzeptieren, dass man sich jeden Tag verändert und in einer Art und Weiße, die man ohne Reisen nie erleben würde. Reisen ist Selbstentdeckung und herauszufinden, wer man ist und was man vom Leben will, ist nicht einfach.

Reisen und die damit verbundenen persönlichen Erfahrungen sind manchmal schwierig, aber es lohnt sich!

Alles, was du tun musst, ist, sich der Veränderungen bewusst zu sein, die du durchmachst, und aktiv daran zu arbeiten, wieder auf Kurs zu kommen.

IMG 3038 - Reisetagebuch Südafrika - Teil 4 Jeffrey's Bay

Außerdem werden sich einige von euch vielleicht fragen, warum ich so lange hierbleibe und ob ich mich nicht Langweile und andere Orte Südafrikas sehen möchte.

Naja, irgendwie schon, aber dann auch wieder nicht.

Ich hatte neulich ein sehr cooles Gespräch mit einem Holländer. Wir haben genau darüber gesprochen. Viele Leute werden nicht verstehen, warum wir so lange an einem Ort bleiben, wenn wir stattdessen reisen und andere Orte sehen können. Für sie scheint es langweilig und eine Zeitverschwendung.

Aber für uns ist es gar nicht langweilig. Natürlich gibt es Zeiten, in denen wir uns fragen, was wir jetzt tun sollen, aber unser Hauptziel, der Grund, warum ich diese Reise überhaupt gemacht habe, ist, mein Surfen zu verbessern. Es ist mir egal, an welchem Strand ich surfe, solange die Wellen gut sind. Und für mich ist es einfach einfacher, an einem Ort zu bleiben, weil ich mich dann nicht jedes Mal an den Spot und die Wellen gewöhnen muss. Ich kann die Wellen und wie sie brechen wirklich kennen lernen. Es hilft mir viel besser bei Besserwerden, wenn ich nicht jeden zweiten oder dritten Tag woanders hingehen und den Ort immer wieder neu kennen lernen muss.

IMG 3076 - Reisetagebuch Südafrika - Teil 4 Jeffrey's Bay

Darüber hinaus, und einige von euch, die auch alleine reisen, können das wahrscheinlich nachvollziehen, wird es nach einer Weile anstrengend, neue Leute zu kennenzulernen, die gleichen Fragen zu beantworten und Beziehungen aufzubauen, nur um sie nach zwei Tagen auseinander fallen zu sehen, weil jeder seines Weges geht. Irgendwann sehnt man sich wirklich nach echten, tieferen Beziehungen zu Menschen mit denen man auch mal eine ausführlichere Unterhaltung führen kann.

Natürlich frage ich mich ab und zu, ob ich meinen Urlaub so gestalten möchte. Will ich wirklich all die tollen Orte hier in Südafrika verpassen?!

Und dann wiederrum komme ich zu dem Schluss, dass ich nur surfen und mit Leuten rumhängen will, die ich mag. Und wo könnte man das besser machen als hier in J-Bay.

Deshalb bin ich immer noch hier, aber ich habe auch einige Abenteuer für die letzten dreieinhalb Wochen meiner Reise geplant. Denn es ist immer gut, aus der Komfortzone rauszugehen und Neues zu entdecken.

Aber was genau ich tun werde, erfahrt ihr in meinem nächsten Beitrag.

Ich weiß, dieser Post war ein bisschen anders und wahrscheinlich nicht das, was ihr erwartet hat. Aber für mich ist es wichtig, dass ihr auch diese Seite des Reisens kennenlernt. Wie ich bereits am Anfang gesagt hab, ist Reisen nicht immer einfach, es erfordert Bereitschaft und den Willen zur Veränderung. Es ist reine Selbstfindung und das ist die härteste, wenn auch wertvollste Sache im Leben. Und deshalb auch der Grund, warum ich Reisen so sehr liebe.

Ich hoffe, der Post hat euch trotzdem gefallen und ihr haben etwas davon mitnehmen können. Ich hoffe, wir sehen uns nächste Woche und bleibt dran für die Abenteuer, die ich für uns geplant habe.

Und vergesst nicht mal bei meinem Instagram und Facebook vorbei zu schauen, da gibts immer die neusten Up-Dates.

Unterschrift e1511637103931 - Reisetagebuch Südafrika - Teil 4 Jeffrey's Bay

Wie hat dich das Reisen verändert? Schreib es uns in den Kommentaren.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *