Hallo Freunde,

Und willkommen zurück zu einem neuen Teil meines Reisetagebuchs aus Lissabon, Portugal.

Letzte Woche habe ich dich mit der Bemerkung verlassen, dass ein Surfwettbewerb der WSL ansteht und ich nach Peniche fahren will, um ihn zu sehen. Nun, das ist nicht genau das, was diese Woche passiert ist, aber bleib dran, ich werde es dir gleich erzählen.

Bist du bereit für weitere Abenteuer? Alles klar, lasst uns anfangen.

Woche 7

Ich kann wirklich spüren, dass ich jetzt schon seit sieben Wochen hier bin. Das Leben hier wird irgendwie gewöhnlich. Zumindest so gewöhnlich wie es werden kann, wenn man gerade erst angefangen hat, in einem neuen Land zu leben. Routinen werden aufgebaut und der Alltag wird von Tag zu Tag vertrauter. Unterricht, Arbeit, Surfen und ein wenig Erkunden.

Jeder Tag beginnt ähnlich und weniger außergewöhnlich zu werden, da ich mich hier immer mehr an den Lebensstil und die Kultur gewöhne.

Ich sehe überall Menschen, die ich kenne, und beginne, Orte, Straßen und Restaurants wieder zu erkennen, an denen ich vorbeikomme.

Die Dinge werden hier ziemlich normal. Obwohl ich den Komfort mag aber trotz, dass ich mit etwas mehr “langweiligen” Wochen ab und zu auch zufrieden bin, suche ich immer noch das Abenteuer.

Bei zu viele Tage hintereinander ohne Abenteuer fühle ich mich unzufrieden und als nutze meine Zeit nicht richtig.

Deshalb stelle ich sicher, dass ich alle paar Tage neue Dinge zu entdecken habe.

Ericeira

Ericeira

Also, letzten Freitag habe ich geplant, nach Peniche zu fahren, um den Surf-Wettbewerb zu sehen. Ich ging das Risiko ein, dort zwei Stunden lang hin zu fahren, trotz, dass ich nicht wusste, ob er an diesem Tag war oder nicht. Wenn ich später gefahren wäre, hätte ich ihn verpasst, weil ich im Verkehr stecken geblieben wäre.

Aber wie ich schon vermutet habe, war die Competition nicht, also bin ich umsonst dorthin gefahren.

Ich weiß, ich weiß, du könntest jetzt sagen, aber du hättest stattdessen Peniche erkunden können. Nun, ich weiß, aber ich werde das in ein paar Wochen tun, da ich das Wochenende dort verbringen werde, um etwas Surfcoaching zu bekommen. Aber dazu später mehr.

Ericeira

Also beschloss ich, stattdessen nach Ericeira zu fahren, einer schönen kleinen Stadt auf dem Weg zwischen Peniche und Lissabon.

Ericeira ist so schön und entspannt. Es erinnert mich sehr an Hawaii und die Stimmung dort.

Es ist auf einem Hügel und umgeben von Klippen und Wäldern. Es war nicht viel los, aber man konnte sehen, dass es ein touristischer Ort ist, aber auf eine gute Art und Weise. Es ist voll von kleinen Straßen mit niedlichen Häusern, Fischerbooten, kleinen Restaurants und kleinen Geschäften.

Die Stimmung ist sehr entspannt und gemütlich und die Landschaft mit all den Klippen und dem Meer direkt darunter ist atemberaubend.

Ich hätte Stunden dort verbringen können, und einfach nur da zu sitzen und die riesigen Wellen zu beobachten, die hereinkommen.

Trotz meiner Angst an diesem Tag entschied ich mich auch, ein wenig zu surfen. Die Wellen waren groß, zumindest für mich, etwa 2-3m hoch und es herrschte high tide. Ich weiß nicht, was mich an diesem Tag verängstigt hat, normalerweise habe ich keine Angst, besonders nicht bei Flut, aber an diesem Tag hatte ich Angst. Aber ich wusste, dass ich diese Angst sofort überwinden musste, sonst wird sie mir noch lange folgen. Also sprang ich rein. Ich surfte nicht wirklich etwas, da die Wellen sowieso verschwabbelt, aber ich erkannte, dass meine Angst umsonst war.

Die Mission ist erfüllt, würde ich sagen.

Strandtage

Samstag und Sonntag war das Wetter so fantastisch und die Wellen super. Deshalb habe ich mich entschlossen, diese Gelegenheit zu nutzen, um ein paar Strandtage zu machen und mich für den Winter zu bräunen. Ich kann nicht glauben, dass es immer noch so heiß ist, obwohl es fast November ist.

Ich bin den ganzen Tag gesurft und trotz all der tollen Strände hier, fühle ich mich immer noch am wohlsten hier in Caparica. Nicht, weil die Wellen besser sind als irgendwo sonst, sondern nur, weil es unter der Woche nicht überfüllt ist und ich den Spot inzwischen sehr gut kenne und das gibt mir die Möglichkeit, mein Surfen wirklich zu üben.

Die Wellen lagen zwischen einem und eineinhalb Metern, was für mich perfekt ist. Sie hatten offene Schultern und viele Möglichkeiten, einige Kurven zu üben und Speed zu machen.

Ich liebe es zu sehen, wie ich beim Surfen Fortschritte mache, und wenn du mich vor ein paar Jahren gefragt hättest, hätte ich dir nie geglaubt, dass ich dort bin, wo ich jetzt bin.

Sunset Caparica

Arbeiten und Uni

Von Montag bis Freitag habe ich nicht wirklich viel Aufregendes gemacht. Wie ich bereits sagte, ist das normale Leben im Moment sehr präsent und manchmal gibt es Wochen, in denen man nur Zeug erledigen muss.

Am Montag hatte ich wieder ein tollen Surf, bevor ich zur Uni ging. Die Kurse in diesem Monat sind ziemlich cool. Judo macht sehr viel Spaß, ist aber auch eine Herausforderung, da die Techniken nicht einfach zu erlernen sind.

Am Dienstag verließ uns der Swell und es wurde mehr oder weniger flat. Allerdings meiner Meinung nach nicht allzu schlecht, da ich jeden Tag arbeiten musste.

Ich gab einem kleinen Kind, etwa 7 Jahre alt, eine Surfstunde, was ziemlich cool war. Ich schubste ihn in Wellen und er surfte einfach alle. Ich liebte es, ihn lächeln zu sehen, und obwohl wir kein Wort miteinander sprechen konnten, hatten wir beide so viel Spaß.

Ich kann es kaum erwarten, es meinen Kindern eines Tages beizubringen. LOL.

Dann gab es ein paar deutsche Mädchen, die ein Paket nahmen, 5 Tage eine Stunde pro Tag. Das gab mir viel zu tun und da ich nachmittags noch Uni hatte, blieb nicht viel Zeit, etwas Anderes zu tun als meine Trainingsroutine.

Allerdings habe ich mich immer noch bemüht, einige kurze Erkundungen in der Gegend zu machen, da ich sonst zu unzufrieden gewesen wäre.

Trafaria Hügel

Ich brauche Abenteuer, um mich glücklich und zufrieden über die Art und Weise zu fühlen, wie ich meine Zeit nutze. Es muss regelmäßig Aufregung und Freude geben, damit ich glücklich bin.

Aber das Gute ist, dass es nicht lange oder weit weg sein muss. Es kann so einfach sein, wie einen Spaziergang durch mein Ort zu machen und die Gegend zu erkunden.

Ich ging auf einen Hügel hinauf und hatte die unglaublichste Aussicht über Trafaria und Costa da Caparica.

Dies ist der perfekte Ort, um einen Sonnenuntergang zu beobachten, und es ist nur 15 Minuten zu Fuß von meinem Haus entfernt. Könnte nicht besser sein, denke ich!

Trafaria Hill

Was kommt als nächstes?

Egal, wie normal diese Woche gewesen sein mag und wie oft ich mich ein wenig aus dem Gleichgewicht und unbegeistert gefühlt habe, das Wissen, dass die nächste Woche ein ganz neues Abenteuer sein wird, ließ mich viel ruhiger fühlen.

Nächste Woche kommen meine Mutter und ein paar Freundinnen zu Besuch und ich habe ein paar Abenteuer geplant. Außerdem werde ich das oben erwähnte Surfcoaching machen, worauf ich mich schon riesig freue. Aber mehr dazu nächste Woche.

Bis dahin war’s das. Ich hoffe, du hast es genossen und kommst nächste Woche wieder, um mehr zu erfahren.

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Wenn du diesen kleinen Eindruck von Lissabon unterhaltsam und spaßig gefunden hast, kannst du ihn gerne mit deinen Freunden und deiner Familie teilen, damit auch sie was zu lachen haben.

Zuletzt kannst du mit mir auf Instagram und Facebook connecten, um immer auf dem Laufenden zu bleiben und weitere Eindrücke über meine Zeit hier zu gewinnen.

Wir sehen uns bald.

Magst du Abenteuer oder bist du eher die Art von Mensch, der zu Hause bleibt?

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