Hey Freunde,

Willkommen zu einem neuen Update meines Reisetagebuchs aus Portugal. Wie ich in meinem letzten Beitrag erwähnt habe, ging es diese Woche darum, meinen Träumen zu folgen und meine Surffähigkeiten zu verbessern. Deshalb bin ich für ein Wochenende nach Peniche gefahren und werde dir in gleich von allem Spannenden berichten.

Bist du bereit? Okay, lass uns anfangen.

Cascais

Woche 9

Ich kann nicht glauben, dass ich schon seit 9 Wochen hier bin! Die Zeit vergeht wie im Fluge. Auf der einen Seite fühlt es sich an, als wäre ich gerade erst angekommen. Ich bin immer noch manchmal lost und viel ist noch neu. Aber auf der anderen Seite fühlt es sich an, als wäre ich schon ewig hier. Es fühlt sich an wie zu Hause und ich habe diesen Ort so sehr lieben gelernt, dass mir der Gedanke, nach Hause zu gehen, Trauer bereitet. Also, ich möchte wirklich jeden Moment, den ich habe, genießen und nutzen und sein volles Potenzial auszuschöpfen.

Aber genug von meinen Gefühlen, Zeit, dir zu erzählen, was ich diese Woche gemacht habe.

Surfcoaching in Peniche

Also, nach der Woche voller geselliger Stunden und Momenten mit meinen Freunden und meiner Familie ging ich am Wochenende sofort auf einen Trip nach Peniche. Dort traf ich den super freundlichen und sehr kompetenten portugiesische Surfcoach Nica von Surfmorecoaching.

Ich hatte drei Coaching-Sessions, eine an jedem Tag des Wochenendes. Jede Coaching-Session dauerte zwischen 2-4 Stunden und wir waren zwei Surfer, die Nica gleichzeitig trainierte.

Wir trafen uns immer bei Flut und überprüften die Strände auf Konditionen. Freitag surften wir Supertubos. Es war etwa 4-6ft und guter Wind. Perfekte Bedingungen für einen guten Start.

Nachdem Nica und ich über meine Skills und Ziele gesprochen hatten, gab er uns einige individuelle Übungen an Land, um die bevorstehende Session vorzubereiten.

Schon nach diesen 15 Minuten Training hatte ich das Gefühl, dass ich die Bewegungen besser kenne und verstanden habe.

Dann sprangen wir ins Wasser und Nica filmte uns. Obwohl es ein hartes Paddeln war und ich die ganze Session gut durchgewaschen wurde, gelang es mir, einige gute Wellen zu surfen und gute Aufnahmen für die Videoanalyse zu bekommen.

Nica hat uns auch zweimal rausgeholt, um neue Anregungen und Tipps zur Positionierung zu geben.

Nachdem ich halb erfroren und völlig erschöpft vom Surfen war, haben wir die Videoanalyse gemacht. Wir sind das gesamte Filmmaterial durchgegangen und Nica gab uns wichtige und hilfreiche Tipps, was wir verbessern müssen.

Supertubos

Samstag, da es kleiner war, gingen wir auf die andere Seite und surften dort.. Zuerst Training an Land mit neuen Übungen für meine Ziele, dann eine Wassersession mit Filmen. Heute habe ich drei kleine Ziele auf kleinen Klebestreifen auf mein Board geklebt, die ich während dieser Surf-Session erfüllen musste. Ich liebe dieses kleine Ritual der Zielsetzung und ich denke, ich werde es auch nach diesem Coaching beibehalten.

Nachdem mir eine Finne rausgebrochen war und mir wieder so eiskalt war, dass ich meine Füße nicht spüren konnte, machten wir die Videoanalyse und ich genoss es, mich beim Surfen zu sehen. Es hilft wirklich bei der Verbesserung. Außerdem habe ich viel mehr Mind-Surfing eingeführt und finde die positive Wirkung unglaublich.

Am Sonntag waren wir wieder zu dritt und gingen nach Baleal, um dort zu surfen, da alles andere zu groß war. Als ich dort im Regen auf den Felsen stand und zusah, wie die Wellen massiv an den von Klippen umgebenen Stränden brachen, hatte ich Angst. Mir war eiskalt, ich war seit Tagen nicht mehr warm geworden und hatte Angst vor den Wellen. Aber die Jungs mich ermutigten, mit ihnen zu surfen.

Obwohl ich so sehr frierte, dass ich meine Finger nicht richtig bewegen konnte und jedes Mal, wenn ein größeres Set kam, dachte “Jesus Christus, hilf mir”, hatte ich die Zeit meines Lebens. Ich hatte ein paar Wellen und es war fantastisch. Ich habe es geschafft, alle Ziele, die ich für heute hatte, zu erreichen und habe gutes Bildmaterial erhalten.

Nach der Surf-Session analysierten wir die Bilder und Nica gab uns einige letzte Tipps.

Das ganze Coachingwochenende war ein Erfolg und ich habe mich bereits so sehr verbessert, auch wenn ich natürlich noch viel zu üben habe. Ich kann es kaum erwarten, es nächstes Jahr wieder zu machen.

Baleal

Erkundung der Gegend

Angesichts des ständigen Regens und der Kälte war es für mich schwer, mich zu motivieren, aus dem Bett zu steigen und etwas zu tun. Besonders nach dieser sehr intensiven Woche zuvor und dem Surfcoaching, das auch körperlich anstrengend war. Ich wusste jedoch, dass ich nicht so schnell wieder hierherkommen würde, also musste ich die Gegend ein wenig erkunden.

Ich nahm es locker und nahm entspannte Stimmung an. Ich ging ein wenig durch Peniche und genoss die atemberaubenden Klippen und Felsen entlang der gesamten Küste. Auch der Hafen und die kleine Stadt sind in dieser Jahreszeit recht schön und sehr ruhig.

Außerdem war ich in einer schönen Burgstadt in der Nähe, Obidos. Es erinnerte mich an einen Ort in Deutschland, an dem ich schon als Kind viel mit meinen Eltern war.

Es ist wunderschön und alt. Ein Dorf in einer Burg. Ich liebte es und genoss es, einige Stunden in einer anderen Zeit zu verbringen. Aber seht selbst, Bilder sagen mehr, als ich mit meinen Worten kann.

Außerdem gab ich mir die Erlaubnis, mich auszuruhen und eine Pause von der Erkundung zu machen. So seltsam das auch klingen mag, aber wenn man so viel erlebt und abenteuerlich ist, braucht man manchmal ein oder zwei Tage ohne Abenteuer, nur um sich zu entspannen und neue Energie zu schöpfen.

Zurück zur Routine

Mit dem bevorstehenden Montag war auch mein Alltag wieder am Start. Die Zeit des Morgensurfens und der Tanningsessions war jedoch vorbei und ich musste meine Routine ein wenig anpassen.

Ich liebte es so, wie es am Anfang war, wo ich morgens zuerst surfte, dann an einigen Projekten arbeitete und nachmittags und abends Zeit mit Freunden und mehr Aktivität an der Universität bekam.

Aber da es viel kälter und stürmischer geworden ist, musste ich die Dinge anpassen. Surfen am Morgen war für mich keine Option mehr, da ich bei Kälte nicht surfen will. Außerdem gibt es noch viel mehr Tage, an denen Wellen im Allgemeinen wegen der starken Winde nicht surfbar sind.

Obwohl ich immer noch versuchte, so viel wie möglich zu surfen, genoss ich es auch, mehr an einigen anderen Projekten zu arbeiten.

Sunset

Cascais

Und wenn ich sage, dass ich weniger surfe, bedeutet das, dass ich einfach nicht mehr 7 von 7 Tagen in der Woche surfe, sondern 3-4 Tage in der Woche, was meiner Meinung nach immer noch viel ist.

Am Mittwoch dieser Woche machte ich eine kleine Tour nach Cascais, um diese Seite der Stadt zu erkunden. Cascais hat einen schönen Küstenwanderweg und ist wie jeder andere Teil von und um Lissabon sehr gemütlich und atemberaubend.

Ich ging dort herum und genoss den sonnigen Tag. Wenn die Sonne scheint, ist es noch sehr warm und die Frühlingsstimmung war wieder da.

Ich liebe Portugal und kann nicht genug betonen, wie sehr ich mir vorstellen kann, hier länger zu leben.

Was kommt als nächstes?

Ich werde wieder ein wenig spontan mit meinen Plänen für das Wochenende sein, aber bisher dachte ich daran, nach Nazare zu gehen, um einige große Wellen zu sehen.

Außerdem habe ich vor, in Lissabon einzukaufen und mehr zu erkunden, wenn das Wetter mitspielt.

Aber mehr dazu nächste Woche dann. Genießt euer Wochenende und ich kann es kaum erwarten, euch nächste Woche wiederzusehen.

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Ich hoffe, du hast diesen Beitrag genossen und ihn hilfreich, unterhaltsam und wertvoll gefunden. Wenn das der Fall ist, zögere nicht, ihn zu teilen und die Begeisterung am Reisens zu verbreiten.

Außerdem würde ich mich gerne mit dir über Instagram oder Facebook verbinden und von deinen Erfahrungen mit Surfcoaching oder einfach von deinen aktuellen Reisegeschichten hören.

Und dann, bis nächste Woche.

Bist du ein Surfer? Hast du jemals ein richtiges Surfcoaching bekommen? Teile deine Erfahrungen in den Kommentaren.

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